No 7 – A Story about Energy


Energy flows through us in many forms — some loud and visible, some quiet and subtle, some simply holding space.

 

I see my life flowing through three rhythms of energy: the go-go-go, the receptive pause, and the quiet observer in between.

This is how these energies show up for me in daily life:

Active: writing emails, making difficult calls, posting on social media, applying for the job, cleaning out the house.
Passive: reading the book, learning more about the subject, being open to new ideas, listening.
Neutral: observing, balancing energies, witnessing what is happening.

Whenever I have a house project, my active energy goes wild. And I like it. I love the drive of go-go-go, the speed, the satisfying feeling of getting things done.

But I also worry that I might be too much for others — that I am not listening enough, that I am not soft enough. It is a very male energy of tackling the things ahead of me, an energy that does not shy away from an obstacle — it even likes the challenge.

Here’s what I now realize: my active energy has only ever been “allowed” when it served others.
For the kids, for the house, for the community. And always time-restricted. A short burst? Fine. But then peace must return. Relaxation must return. The collective exhale must return.

Somewhere along the way I learned — without anyone saying it directly — that my strong energy is welcome only if it maintains peace, not if it disrupts it.

Who taught me which parts of my energy are “allowed”?
Where did I learn that my drive could be a threat?
What happens in me when I imagine using that same power, not for service, not for caretaking, but purely for personal creation?

Because when that energy wasn’t permitted to be loud, it simply became quiet. It slipped into shadows: obsessive shopping, rearranging interiors, fixating on details.
Shadow active energy is movement without meaning — frantic, overdriven, ignoring actual needs.

My passive, more female energy is very close and dear to me. It is relationship-friendly. It is not “I’m busy darling, can you tell me later?” but “Of course, darling, tell me what is going on. I’m listening. I’m here.”

As a mother, this nurturing, accepting, loving energy has always been welcomed — almost encouraged. This is where the least guilt resides. Being open for others, working around their needs, feels like the safest way to stay connected.

But of course, passive energy has a shadow too: stagnation, waiting forever, ideas slowly dying from lack of activation.

If I’m honest, this has been the case in my business for a long time. I’ve been reading, journaling, listening, envisioning, dreaming, inviting ideas in. All necessary. But at some point, without action, the ideas begin to dissolve.

My neutral energy, neither male nor female, does what it does best: holding the tension with ease, observing, acknowledging the imbalance of the other two. Neutral is often overlooked — but it’s crucial. Without awareness, we can’t sense when to act, when to rest, or how to integrate inspiration and discipline.

Yet neutral energy also carries a shadow: paralysis, endless observing, never quite entering the arena.

As of now, balance is not my goal.
To bring my project to life, I need that inner well of active, relentless energy — the drive, the tunnel vision, the unapologetic focus that temporarily makes the needs of others blurry.

And for this, I need more than discipline.
I need permission. My own.

I need to allow myself to be strong-willed, focused, unsoft.
To unleash that active energy on my own behalf, not only in service of others.
To finally say:

I am allowed to create for myself.
I am allowed to want.
I am allowed to move.
I am allowed to be powerful — even if that power is not peaceful.


Take a moment to consider these questions for yourself:

  1. Which form of energy — active, passive, or neutral — have you been over-allowing, and which have you been quietly denying yourself?
  2. What story have you been telling yourself about why certain parts of your energy are “too much,” “not enough,” or only acceptable when they serve others?
  3. If you granted yourself full permission to use your active energy for your own creation, what would be the very first thing you would dare to begin?

 

 

Nr 7 – Eine Geschichte über Energie

Energie fließt in uns auf viele Arten — manche laut und sichtbar, manche leise und subtil, manche halten einfach nur den Raum.

 

Ich sehe mein Leben durch drei Rhythmen von Energie fließen: das Go-Go-Go, die empfängliche Pause und den stillen Beobachter dazwischen.

So erlebe ich sie im Alltag:

Aktive Energie: E-Mails schreiben, schwierige Anrufe tätigen, in sozialen Medien posten, sich auf den Job bewerben, das Haus aufräumen.
Passive Energie: das Buch lesen, mehr über ein Thema lernen, offen sein für neue Ideen, zuhören.
Neutrale Energie: beobachten, Energien ausbalancieren, wahrnehmen, was gerade passiert.

Immer wenn ich ein Hausprojekt habe, wird meine aktive Energie regelrecht entfesselt. Und ich liebe es. Ich liebe den Drang von Go-Go-Go, die Geschwindigkeit, das befriedigende Gefühl, Dinge erledigt zu bekommen.

Aber ich mache mir auch Sorgen, dass ich für andere zu viel sein könnte — dass ich nicht genug zuhöre, dass ich nicht sanft genug bin. Es ist eine sehr männliche Energie, die Dinge anpackt, die Herausforderungen nicht scheut und die sogar den Reiz im Hindernis spürt.

Mir wird immer mehr bewusst:: Meine aktive Energie war bisher nur dann „erlaubt“, wenn sie anderen diente.
Für die Kinder, für das Haus, für die Gemeinschaft. Und immer zeitlich begrenzt. Ein kurzer Ausbruch? Okay. Aber dann muss der Frieden zurückkehren. Entspannung muss zurückkehren. Das kollektive Durchatmen muss zurückkehren.

Irgendwann habe ich gelernt — ohne dass es mir jemand direkt gesagt hätte — dass meine starke Energie nur willkommen ist, wenn sie Frieden bewahrt, nicht, wenn sie stört.

Wer hat mir beigebracht, welche Teile meiner Energie „erlaubt“ sind?
Wo habe ich gelernt, dass mein Antrieb eine Bedrohung sein könnte?
Was passiert in mir, wenn ich mir vorstelle, diese Kraft nicht für andere, nicht fürs Kümmern, sondern ausschließlich für persönliches Schaffen einzusetzen?

Denn wenn diese Energie nicht laut sein durfte, wurde sie still. Sie glitt in den Schatten: zwanghaftes Einkaufen, Möbel umstellen, auf Details fixiert sein.
Aktive Schattenenergie ist Bewegung ohne Sinn — hektisch, übersteuert, die eigenen Bedürfnisse ignorierend.

Meine passive, eher weibliche Energie ist mir sehr nah. Sie ist beziehungsfreundlich. Sie sagt nicht „Ich bin beschäftigt, Liebling, kannst du mir das später erzählen?“ sondern „Natürlich, Liebling, erzähl mir, was los ist. Ich höre zu. Ich bin da.“

Als Mutter wurde diese fürsorgliche, akzeptierende, liebevolle Energie immer willkommen geheißen — fast ermutigt. Hier liegt das geringste Schuldgefühl. Für andere da zu sein, sich nach ihren Bedürfnissen zu richten, fühlt sich wie der sicherste Weg an, verbunden zu bleiben.

Aber natürlich hat passive Energie auch einen Schatten: Stillstand, endloses Warten, dass Ideen ohne Aktivierung langsam sterben.

Wenn ich ehrlich bin, war dies in meinem Business lange der Fall. Ich habe gelesen, Tagebuch geschrieben, zugehört, visioniert, geträumt, Ideen eingeladen. Alles notwendig. Aber irgendwann, ohne aktives Handeln, beginnen die Ideen zu zerfallen.

Meine neutrale Energie, weder männlich noch weiblich, tut, was sie am besten kann: die Spannung mühelos halten, beobachten, das Ungleichgewicht der beiden anderen anerkennen. Neutral wird oft übersehen — aber sie ist entscheidend. Ohne Bewusstsein können wir nicht spüren, wann wir handeln, wann wir ruhen oder wie wir Inspiration und Disziplin integrieren.

Doch neutrale Energie trägt ebenfalls einen Schatten: Lähmung, endloses Beobachten, nie wirklich ins Handeln kommen.

Im Moment ist Gleichgewicht nicht mein Ziel.
Um mein Projekt zum Leben zu bringen, brauche ich diesen inneren Brunnen aus aktiver, unerbittlicher Energie — den Antrieb, den Tunnelblick, den unerschütterlichen Fokus, der vorübergehend die Bedürfnisse anderer verschwimmen lässt.

Und dafür brauche ich mehr als Disziplin.
Ich brauche Erlaubnis. Meine eigene.

Ich muss mir erlauben, willensstark, fokussiert, nicht-weich zu sein.
Meine aktive Energie auf mich selbst zu entfesseln, nicht nur im Dienst anderer.
Endlich zu sagen:

Ich darf für mich selbst erschaffen.
Ich darf wollen.
Ich darf handeln.
Ich darf kraftvoll sein — auch wenn diese Kraft nicht friedlich ist.


Nimm dir einen Moment und überlege dir diese Fragen:

  1. Welche Form von Energie — aktiv, passiv oder neutral — überlässt du dir zu viel, und welche verweigerst du dir stillschweigend?
  2. Welche Geschichte erzählst du dir selbst darüber, warum bestimmte Teile deiner Energie „zu viel“, „nicht genug“ oder nur dann akzeptabel sind, wenn sie anderen dienen?
  3. Wenn du dir volle Erlaubnis gäbest, deine aktive Energie für dein eigenes Schaffen zu nutzen, welches wäre das allererste, das du wagen würdest zu beginnen?